10.2.18

Frühlingsboten


Vor Beginn der Fahrt wog ich heute das Einrad mit einer Kofferwaage. Es wiegt nur 6,5 kg. Das ist sehr leicht für ein Fahrzeug, dass groß genug ist, dass ich mich bequem darauf setzen kann. Zudem ist das 26"-Rad groß genug, um nicht an jeder Kante hängenzubleiben. Im Vergleich dazu zeigte die Waage beim Paar Stiefel 2,3 kg an.

An den letzten Tagen war schönes Winterwetter, sonnig und frostig. Als ich kurz nach 13 Uhr mit dem Einrad zum Auwald losfuhr, fühlten sich die 3°C bei Sonnenschein angenehm warm an.



Am Waldrand fand ich teilweise aufgetaute Pfützen vor.



Schneeglöckchen waren massenhaft zu sehen und ...



Krokusse.



Während ich Bärlauch fotografierte, brach der Akku plötzlich von 55% auf 0 zusammen. Es wurde nicht ganz fertig, was man am unteren Rand erkennen kann. Mit gimp ließ sich die jpg-Datei nicht öffnen, aber PhotoPaint eignete sich zur Rettung. An Fotografieren war fortan nicht mehr zu denken.

Ich fuhr weiter zum Heuweg. Die Wegeverhältnisse waren für die Jahreszeit sehr gut. Ich erreichte die Gustav-Esche-Straße. An der Nahlebrücke überquerte ich die Straße und fuhr auf der anderen Seite auf dem unbefestigten Weg zurück. Diesen hatte ich am 7.9.2012 zuletzt benutzt. Auf einem abbiegenden Weg machte ich einen Abstecher zum Alfred-Kunze-Sportpark, wendete auf dem Platz vor dem Stadion und fuhr weiter zum Heuweg. Auf der weiteren Rückfahrt gab es keine besonderen Vorkommnisse.

14.1.18

Leichter Bodenfrost im Leipziger Auwald

Heute bot sich die erste Gelegenheit zum Einradfahren im neuen Jahr 2018. Das Wetter war sonnig und mit 2°C und Wind etwas kühl. Dort, wo die Sonne noch nicht hingeschienen hatte, war der Boden gefroren, so dass sich sehr gut darauf fahren ließ. Auch nach sechs Wochen Unterbrechung klappte das Aufsteigen und Losfahren ohne Probleme.
Ich fuhr an der Friesenstraße in den Wald zum Heuweg und dann an der Gustav-Esche-Straße zur Nahle. Auf dieser Straße hatte ich GPS-Empfang und probierte eine Geschwindigkeitsmessung mit der App DigiHUD. Die Anzeige sprang meistens zwischen 9 und 11 km/h. Das entspricht ungefähr den 11 km/h, die ich zuvor mit Wege- und Zeitmessungen ermittelt hatte.
Auf der Mauer der Nahlebrücke machte ich eine kurze Pause und fuhr dann an der Nahle entlang zurück. Nach einer Stunde Fahrt kam ich kurz nach 15 Uhr wieder an.

3.12.17

Entweder kalter Wind oder Holpern bei Altenburg Südost

Die Nacht war frostig kalt, was gefrorene Waldwege erwarten ließ. Vormittags schien die Sonne und so erhoffte ich beste Bedingungen für eine Einradfahrt nach dem Mittagessen. Als ich gegen 12:15 losfuhr, hatte es sich schon eingetrübt, war aber immer noch relativ hell. Im Wald fand ich die Wege gefroren vor, musste also nicht im Schlamm herumackern. Allerdings ging es holprig zu. Dadurch strengte das Fahren an.
An der nächsten Kreuzung bog ich links in Richtung Paditz ab und fuhr aus dem Wald heraus. Dort probierte ich eine alternative Methode zur Geschwindigkeitsmessung. Bisher (s. z.B. Fahrt vom 8.10.2007) zählte ich dazu die Raddrehungen je Zeiteinheit. Weil die Kurbeln starr am Rad angebracht sind, ist das leicht. Man braucht dann nur noch den Radumfang, um die bei einer Raddrehung zurückgelegte Strecke zu kennen. bei 26" sind das 2,07 Meter. Im Beispiel vor zehn Jahren hatte ich in einer Minute 90 mal das Rad gedreht und damit 187 Meter zurückgelegt. Geschwindikeit ist Weg durch Zeit, damit 187 Meter pro Minute, also 11,2 km/h. Später hatte ich auch gestoppt, wieviel Zeit ich für eine Strecke bekannter Länge brauche. Das ergab auch immer 10-11 km/h. Heute probierte ich es mal mit der App DigiHUD, die mit GPS-Daten die Geschwindigkeit ermittelt und direkt auf dem Smartphone anzeigt. Anfangs wurden 11 km/h angezeigt, dann wurde die Anzeige zappelig. Wegen kaltem Seitenwind fuhr ich nur bis zur Brücke über die Umgehungsstraße. Auf dieser kurzen Strecke wurde noch kein sinnvoller Durchschnittswert angezeigt. Ich werde den Test bei windarmen Wetter in Leipzig an der Luppe wiederholen. Dort geht es lange geradeaus.
Wegen dem ungemütlichen Wind fuhr ich in den Wald zurück. Dort war im Windschatten die Temperatur angenehmer, aber die Wege waren wieder holprig. Ich fuhr dann noch am Krankenhaus vorbei bis zur Zwickauer Straße. Nach einer kurzen Pause fuhr ich nach Hause und kam dort gegen 13:15 an. 

24.11.17

Beim Fahren die Hände in den Schoß gelegt

Eine verlängerte Mittagspause habe ich heute für eine kurze Einradfahrt genutzt. Das Wetter war noch sehr schön. Für den Abend und das Wochenende war eine beträchtliche Wetterverschlechterung angesagt.
Um die Balance zu verbessern, nahm ich mir heute vor, öfters während der Fahrt die Hände in  den Schoß zu legen. Weil man auf dem Einrad die Hände nicht braucht, um eine Lenkstange oder ein Lenkrad zu drehen, macht man damit das gleiche, wie beim Gehen. Man lässt sie - wenn man kein Passgänger ist - im Rhythmus der Beine entgegengesetzt zu diesen pendeln. Beim schnellen Gehen oder bergauf bewegt man die Arme stärker und beim entspannten Schlendern kaum, wobei man sie dann oft in die Taschen steckt. Im Sitzen ist es nicht sonderlich bequem, die Hände in die Taschen zu stecken, weshalb ich sie in den Schoß legte. Das gilt als Redewendung für Faulheit, was nicht unpassend ist. Ich sitze bequem auf dem Sattel und treibe das Rad mit bequemen Stiefeln gemächlich vorwärts. Beim Einradfahren braucht man die Arme allerdings hin und wieder, um die Schräglage des Einrads zu ändern, z.B. wenn sich das seitliche Gefälle des Weges ändert oder eine enge Kurve oder ein Ausweichmanöver gefahren werden muss. Beim Fahren mit Händen im Schoß muss man mehr mit dem Becken arbeiten, um das Einrad zu steuern.

Weil nach Regen am Montag und Dienstag die Waldwege schlammig waren, fuhr ich wie beim letzten Mal zunächst auf dem kürzesten Weg zum "Elementeplatz" am Ostufer des Elsterbeckens bei der Brücke am Sportforum Nord. Das Fahren mit Händen im Schoß erwies anstrengender, als mit herunterhängenden Armen. Hin und wieder musste ich auch die Hände zur Seite nehmen, meist um Menschen auszuweichen.
 
Am Platz angekommen machte ich wieder ein kleines Video, um Einzelbilder daraus zu entnehmen. Den Aufstieg kann ich nicht mit Händen im Schoß machen, ...
... doch das Fahren eines großen Kreises klappte.



Ich fuhr zunächst ruhig herum, hier einmal geradeaus vor der Kamera vorbei. 
 

Dann fuhr ich die Kreise enger. V.l.n.r.: Zunächst ist alles OK. Das Becken ist zum Kreisinneren verschoben, die Hände sind noch in der Mitte, doch dann rutschen sie nach außen.

Dann muss ich öffnen. Das hätte ich durch schnelleres Treten vermeiden können. Ich hatte auch die idealen Stiefel dafür an, um das leicht und sicher tun zu können. Es war noch Zeit für weitere Runden.

Doch zunächst zwei weite Runden rechts herum.

Eine langsam gefahrende Runde links herum. An Speichen und Stiefeln sind kaum Bewegungsunschärfen.

Die Einleitung einer langsam gefahrenen Kurve, v.l.n.r.: Anfangs fahre ich noch geradeaus, drücke dann das Becken in die Kurve und auf dem dritten Bild folgt das Rad der Bewegung.

Wieder eine langsame Vorbeifahrt vor der Kamera.


Dann ließen sich Kreise mit den den Schoß gelegten Händen schneller fahren.

Mit nicht in den Schoß gelegten Händen geht es noch etwas schneller. Es gibt dann noch einige Grad Neigungsreserve, bis die kurveninnere Pedale am unteren Totpunkt aufsetzt.

Heimwärts fuhr ich übr die Brücken über Luppe und Nahle auf dem Heuweg in den Wald. Im Wald, besonders im Bereich der Gartenanlage Waldluft war es sehr schlammig. Das Vorankommen war mühselig. Mit Händen im Schoß war nun kaum noch zu fahren. Mit dem Gefühl von Schweben (vgl. voriger Post) hatte das Ackern auch nicht mehr viel zu tun. Immerhin  bot das Einrad noch die Vorteile, dass ich mich im Sitzen fortbewegen konnte und dass die Stiefel auf trockenen Pedalen standen.


14.11.17

Vormittags bei sonnigem Novemberwetter


Heute hatte ich frei. Nach einer klaren Nacht war es morgens sonnig, aber etwas kalt. Als ich kurz vor 11 Uhr losfuhr, zeigte das Thermometer 4°C an. An der Sonne fühlte es sich merklch wärmer an.


An der Kreuzung Friesenstraße/Rietschelstraße zeigte sich schon, wie schön der November sein kann. Bis zum Waldrand waren auch die Wege schön trocken. Das änderte sich im Wald, wo sie mit nassem Laub oder Schlamm oder einem Gemisch aus beidem bedeckt waren. Ich nahm deshalb zunächst den kürzesten Weg zum "Elementeplatz" am Ostufer des Elsterbeckens bei der Brücke am Sportforum Nord.


Auf einem Foto von dort ist noch einmal das wunderbare Wetter zu sehen.


Ich nahm wieder ein kurzes Handyvideo auf. Am Anfang ist immer ein Aufstieg. Die 80kg Hochwuchten ist das Anstrengendste am Einradfahren.

Schließlich setze ich mich hin ...
... und fahre los.


Nach dem Aufstieg fuhr ich ein, zwei größere Kreise. Wie man dem Bild vielleicht ansieht, ist jetzt nichts mehr anstrengend. In einer Diskussion zum Facebook-Link auf den vorläufigen Post zum 14.11. haben wir das mit Schweben verglichen. Der Schwebeeindruck entsteht wohl, weil ich relativ hoch sitze, nichts vom Fahrzeug sehe und die Hände frei habe. Durch das Sitzen fühle ich mich zudem leicht. Das Einrad ist leicht und die Steuerung passt auch dazu: Neige ich mich mit dem Oberkörper in eine Richtung, fährt das Einrad dort hin.

Dann fuhr ich gerade vor der Kamera vorbei. Ohne Bewegungen zum Beschleunigen oder Richtungsänderungen sieht das schön entspannt aus, halt wie schweben.
Ein weiteres Bild von dieser Geradeausfahrt
Dann fuhr ich die Kreise enger und etwas schneller, was an der leichten Kurvenlage erklennbar ist.

Die nächste Runde


Wieder geradeaus, von links nach rechts ...
... und von recht nach links.
Dann setzte ich zunächst zum Absteigen an, überlegte mir das aber nochmal und begann eine Drehung im Pendeln.


Hier bremse ich das Rad ab. In einem Post vom April 2016 ist das von der Seite zu sehen. Die Neigung der Sattelstütze ist dort besser zu erkennen.
Dann drehe ich das Rad in Pendelbewegungen.
Hier sind fast 90° erreicht.

180°
Eine 360°-Drehung wäre sinnlos gewesen. Deshalb fahre ich nach knapp 270° wieder an.
Vom Abstieg ist nur das Ende auf dem Bild. Das ist auch ein recht unspektakuläres Manöver, dass ich u.a. vor einem Jahr ausführlicher dokumentiert hatte. Mit den Stiefeln kann ich mir dabei nicht mal die Füße verknacksen.
Ich ließ es diesmal bei einem Videoschnipsel bewenden und fuhr wieder weiter, nun nordwärts. Das Licht reichte aus, um die herbstliche Landschaft ohne Verwackeln vom fahrenden Einrad aus zu fotografieren.

Vor der Luppebrücke fand ich, noch etwas Zeit zu haben und bog rechts in Richtung Rosental ab.

Auf der Brücke über die Weiße Elster machte ich eine kurze Pause am Geländer.

Von dieser Brücke habe ich noch kein Brückenselfie (s. Labels). Deshalb holte ich das nach. Dann fuhr ich weiter ins Rosental.

Ich fuhr dort am Spielplatz vorbei zum Teich. Hier zeigte sich der goldene Herbst besonders internsiv.


Hier waren die Wegeverhältnisse noch sehr gut.


Ich kam näher ans Ufer heran.


Der Teich.


Das letzte Bild vom Teich machte ich noch vom Hauptweg aus. Als ich dann auf den schmalen Weg um den Teich abbog, geriet ich auf schwierige Verhältnisse. Im Schlamm-Laub-Gemisch hatte das Rad deutlichen Schlupf. Ich kam je Radumdrehung merklich weniger voran, als einen Radumfang. Erstaunlicherweise blieb dieser Schlupf ziemlich konstant und ließ ein gleichmäßiges Fahren zu. Zum Fotografieren während der Fahrt war mir das aber zu unsicher. In das Zeug absteigen wollte ich auch mit hohen Stiefeln nicht.


Die nächste Pause machte ich auf der Rückfahrt am Geländer der Luppebrücke. Die Luppe führte viel Wasser.


Blick voraus. Ich fuhr dann weiter bis zur Friesenstraße.

Die Ampel an der Hans-Driesch-Straße ist wieder abgebaut worden. Damit ist dort wieder ein Absteigen nötig. Die Verschlammung an Einrad und Stiefeln hatte sich dank Laub in Grenzen gehalten. Nach knapp 90 Minuten beendete ich die Tour.